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Das Objekt des Monats 06/2026

Schützenpanzer Spz A1 4K3FA

Baujahr 1965 Nr. 23


Zuverlässig, wendig und schnell sind die Hauptattribute des Spz. von Saurer. Ein sehr erfahrenes Team entwickelte diesen Panzer dessen Konstruktion auf weitreichende Erfahrung im Panzerbau und der Erfordernisse zurückgreifen konnte. Etliche Teile wie Ketten, Motor- und elektrische Anbauteile wurden wie üblich auch in Deutschland bezogen und der Panzer insgesamt dem NATO Standard angeglichen. So entstand ein äußerst wendiges, durchdachtes und nebenbei wartungsfreundliches Fahrzeug welches entgegen Panzern der Warschauer Pakt Staaten auf der Hochachse/Stelle drehen konnte und welches einem moderaten Kraftstoffverbrauch (Diesel) und damit eine hohe Reichweite aufweisen konnte. Dank hydraulisch betätigter Scheibenbremsen, hydraulisch unterstützter Lenkung mit einem Lenkrad, einem Automatikgetriebe wurde die die Bedienung auch für den Fahrer sehr entspannt und machte den Spz. zu einem unter Soldaten beliebten Fahrzeug. Je nach Ausführung erreicht ein Sauerer Spz. bis zu 80km/h in der Stunde und zählt damit zu den schnellsten Panzern. Insgesamt neun dieser Panzer mit Turm und in kompletter Ausstattung incl. Funkanlagen sind in der Sammlung enthalten in teils unterschiedlicher Ausführung. Eine sehr gute Zugänglichkeit aller Bauteile mache den Spz. auch in der Wartung zu einem beliebten Fahrzeug. Anlässlich der Ausmusterung durch das Österreichische Bundesheer war zunächst geplant alle Spz. „in den freien Markt“ zu verkaufen. Allerdings tauchten angesichts seiner immer noch hervorragenden Fahreigenschaften sodann einige Spz. in Kriegsgebieten auf sodass man sich zur Komplettverschrottung entschloss. Dadurch bedingt gelangten ca. 70 Fahrzeuge in den Markt und davon lediglich 35 mit Turm welche hauptsächlich in diversen Museen weltweit zu bestaunen sind. Da die Saurer Spz. Während ihrer aktiven Zeit nicht exportiert wurden blieb er bis zu seiner Ausmusterung weitestgehend unentdeckt durch andere Armeen. Erst nach seiner Ausmusterung entdeckte man weltweit die hervorragenden Eigenschaften dieses Fahrzeugs was diesen Typ (insbesondere mit Turm) unter Sammlern und Museen weltweit heute zu einem sehr begehrten und damit auch teurem Objekt macht. Der Saurer Spz A ist ein Schützenpanzer, der von den österreichischen Saurerwerken entwickelt und nach der Übernahme durch Steyr Daimler Puch von dieser Firma produziert wurde. Die erste Produktionsserie mit der Bezeichnung 4K3FA umfasste 30 Einheiten und wurde 1961 hergestellt. Die vorgesehene Bordbewaffnung im Turm war noch nicht verfügbar, so blieb es bei einer Luke, aus der das MG42 feuern konnte. Ab 1963 erfolgte die Hauptproduktionsserie mit der Typenbezeichnung 4K3FA, gefertigt in 211 Exemplaren. Der Motor (Typ Saurer 3FA) leistete 230 PS. Weitere 19 Fahrzeuge folgten mit einem jetzt 235PS leistenden Motor. Ab 1970 erhielten die Fahrzeuge ein 12,7mm-MG in Drehringlafette als Turmbewaffnung. Der Bordschütze war nach vorn durch einen Schutzschild und seitlich durch die hochgeklappten Lukendeckel geschützt. Ab 1974 wurden alle MG 42 durch das MG 74 (österreichisch-italienische Weiterentwicklung des MG 42) ersetzt. Als Hauptbewaffnung wurde eine 20mm Oerlikon (Mk66) eingesetzt.
Schützenpanzer Saurer 4K 3FA
Allgemeine Eigenschaften
Besatzung:
10 Mann
Länge:
5,5 m
Breite:
2,5 m
Höhe:
1,65 m
Masse:
16 Tonnen
Panzerung und Bewaffnung
Panzerung:
12 bis 20 mm
Hauptbewaffnung:
20mm Oerlikon (Mk66) oder 1 MG 12,7mm
Sekundärbewaffnung:
keine
Beweglichkeit
Antrieb:
Saurer 3FA/4FA oder 4FA-E
230 PS /250 PS Spz. mit Turm
6 Zylinder Dieselmotor
Hubraum:
1,65 m
Federung:
Drehstäbe, quer
Geschwindigkeit:
60,4 km/h
Leistung/Gewicht:
15,3 PS/t
Reichweite:
Straße 370 km
Gelände 180 km



 

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