Das Objekt des Monats 09/2026
Artilleriezugmittel ATS-59
Raupenschlepper
Hersteller
Kurganer Maschinefabrik (Sowjetunion) ab 1966 hergestellt im polnischen Gliwice
Baujahre:
ab 1959
Besatzung:
2 + 18
Länge:
6280 mm
Breite:
2780 mm
Höhe:
2300 mm
Masse:
13 Tonnen
Antrieb
Zwölfzylinder-Dieselmotor A-650, 300PS (221 kW )
Federung:
Drehstabfederung
Geschwindigkeit:
45 km/h
Reichweite:
350 km (Straße)
Das Dieselverbrauch, Umweltschutz und Komfort bei der Konstruktion von Kettenfahrzeugen teilweise überhaupt keine Rolle spielte beweist dieses Fahrzeug.
Unter ohrenbetäubendem Lärm setzt sich der Motor in Bewegung um Unmengen an Diesel zu verbrauchen. Komfort für den Fahrer im nicht gedämmten Innenraum gleich Null und dennoch fährt sich die ATS sehr homogen und feinfühlig trotz Hebellenkung statt eines Lenkrades.
Der drehmomentstarke Motor ist jeder Steigung auch mit voller Beladung oder Anhängelast gewachsen was zur universellen Verwendbarkeit führte.
Beim ATS-59 wurde auf bewährte Baugruppen im Baukastensystem aus dem sowjetischen Fahrzeugbau zurückgegriffen. Motor, Kraftübertragung und wesentliche Teile des Laufwerkes stammten vom Panzer T-54. Als Motor kam der bekannte Zwölfzylinderdieselmotor in einer gedrosselten Version zum Einsatz welcher nun aber drehmomentstärker war. Der nun als A-650 bezeichnete Motor leistete 300 PS (221 kW) bei 2600 min−1. Das Laufwerk ist ein Laufrollenlaufwerk mit fünf drehstabgefederten Laufrollen auf jeder Seite. Die Antriebsräder befinden sich vorn, die Leiträder, die auch zum Spannen der Kette dienen, hinten. Die Gleisketten haben eine Breite von 525 mm. Der Motor wurde wegen der besseren Gewichtsverteilung hinter der Kabine, unterhalb der Ladefläche eingebaut und ragt teilweise in diese hinein, was den Zugang zum Motor bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten erschwert und das Ladevolumen einschränkt. Wechsel- und Lenkgetriebe sitzen vor dem Motor.
Der maximale Bodendruck beträgt 0,52 kg/cm2. Die Steigfähigkeit im beladenen Zustand ohne Anhänger beträgt 35 %, die Bodenfreiheit 425 mm. Das Fahrzeug kann ohne Vorbereitung bis zu 1,5 m tiefe Gewässer durchfahren und bis zu 1,1 m hohe Hindernisse überwinden. Die Nutzlast beträgt 4 t, die Anhängelast 14 t.
Der ATS-59 verfügt über eine direkt vom Motor angetriebene Seilwinde verdeckt unter der hinteren Sitzgruppe mit einer Zuglast von 15 t. Die ATS wurde neben der Funktion als Raupenschlepper ebenso eingesetzt als Zugfahrzeug für große Kanonen und Haubitzen, als Funkstation, ausgestattet mit riesigen Räumschildern oder auch mit Grabenfräsen um Schützengräben auszuheben. Und sogar in der zivilen Nutzung wurde sie eingesetzt, indem in der ehemaligen Sowjetunion mit ebenso riesigen Pflügen Felder mit ihr gepflügt wurden. In der Volksrepublik China nutzte man die ATS als Basis für einen Raketenwerfer.
Diese gezeigte ATS wurde im Rahmen des Warschauer Pakts bei der ungarischen Volksarmee eingesetzt..









